Mags-Frisch-Rezept-Glacé-Eiscreme-Buendner-Nusstorte

Viva la Glatsch

Ich gehöre nicht zu der Sorte Mensch, die entscheidungsfreudig beschliesst, wählt, bestimmt und gut ist. In der Fraktion der Abwäger und Durchdenker finde ich mich schon eher wieder. Schnelle Entscheidungen gibt’s bei mir selten, Filterkaffee ist rascher gebraut. Schliesslich wollen sämtliche Faktoren miteinbezogen und alle 21 Szenarien im Minimum einmal durchgespielt sein.

 

Ich müsste eigentlich daran arbeiten. An mir. An meiner Entscheidungsfähigkeit. Stattdessen kreiere ich ein Glacé für all meine Leidensgenossen, für all jene, die ebenfalls unter dem Unvermögen der schnellen Entscheidung leiden und sich auch noch nie zwischen Guetzli, Eis und Kuchen entscheiden konnten. Ihr dürft mir danken und weiterhin rummurksen, wenn eine Entscheidung gefragt ist. Denn dieses Cornet beweist, manchmal ist keine Entscheidung nötig, sondern einfach eine Glacémaschine, um aus vielen Optionen eine zu machen!

 

Dieses Glacé vereint nämliche das Knusprige der Waffel mit der Crèmigkeit von Glacé und der Reichhaltigkeit des Kuchens. Das volle Programm also. Meine Bündner Nusstorten Eis-Kreation ist ein sämig, milchiges Honig Eis, das grosszügig mit Bündner Nusstorte und gerösteten Walnüssen gespickt ist. Das Bündner Nusstorten Cornet ist in unserem bescheidenen Haushalt schon jetzt der Sommer-Hit schlechthin. Klar, Bündner Nusstorte muss man mögen –  aber wer bitte sehr, ist der Bäckerkunst der Oberländer nicht schon längst verfallen? Man kann von mir aus gegen den HCD sein, nicht aber gegen den Wolf und die Bündner Nusstorte.

 

Wenns um Süsses geht, spielen die Bündner so oder so in der obersten Liga. Der Kanton Graubünden kennt eine lange Zuckerbäckertradition. Im späten Mittelalter wanderten etliche Schweizer aus, um ihr Glück und vor allem das Geld in der Ferne, genauer in Venedig zu suchen. 1733 waren von 1180 Konditorei-Unternehmen, 618 in Bündner Händen. Als sich 1766 Venedig mit Rätien verstritt und Venedig daraufhin alle helvetischen Zuckerbäcker der Stadt verwies, verstreuten die sich wie Puderzucker über die Landkarte – in Paris und Berlin, in St. Petersburg oder Warschau, die vertriebenen Konditoren eröffneten ihre eigenen Kaffeehäuser rund um den Globus. Helvetisches Süssgebäck war beliebt und die Zuckerbäcker haben als Garant für hohe Qualität bei Süssigkeiten aller Art gegolten. Keine hundert Jahre später gab es schätzungsweise circa zehntausend Bündner Zuckerbäcker in über tausend europäischen Städten. Wenn das keine imposante Zahlen sind.

 

Ähnlich imponiert mir die Funktionstüchtigkeit dieser Betty Bossi Glacémaschine. Das Eis schmeckt köstlich, die Handhabung ist einfach und unkompliziert und dem Erfindergeist sind tatsächlich keine Grenzen gesetzt. Egal ob gesundes Frozen Joghurt oder süsses Mascarpone-Gianduja Glacé – die selbstkühlende Glacémaschine ‚Petite‘ von Betty Bossi zaubert dir einen Kübel Sommerglück. Eine echte Empfehlung. Für Bündner und Nicht-Bündner.

 

 

Rezept für ein Bündner Nusstorten-Glacé im Cornet

 

Zutaten

 

für das Glacé:

  • 1 1/4 dl Milch
  • 1 ,5 dl Vollrahm
  • 30 g Puderzucker
  • 1/2 TL Zitronensaft
  • 100 g Bündner Nusstorte (eventuell noch mehr zum Garnieren)
  • 2 EL flüssiger Honig
  • 50 g geröstete Walnüsse

 

für das Cornet:

  • 3 EL Vollrahm
  • 3 EL Rapsöl
  • 200 g Zucker
  • 1 Zitrone, nur abgeriebene Schale
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 200 g Weissmehl
  • 2,5 dl Wasser

 

Zubereitung

1

Milch, Rahm, Puderzucker und Zitronensaft verrühren und in die Betty Bossi Glacémaschine ‚Petite‘ giessen. Mit dem Programm ‚Normal‘ für 40 Minuten gefrieren lassen. Nach 40 Minuten den flüssigen Honig, geröstete Walnüsse und die Nusstorten-Brösel untermischen und weitere 35 Minuten mit demselben Programm gefrieren lassen.

2

Für die Cornets Ei, Rahm, Öl, Zucker, abgeriebene Zitronenschale und Salz mit dem Schwingbesen des Handrührgerätes schaumig rühren. Mehl und Wasser beigeben und weiterrühren.

3

Mit einer Schöpfkelle etwas Teig (circa 1/2 dl oder etwas weniger) in die Mitte des Betty Bossi Bretzeleisen geben und circa 1 1/2 bis 2 1/2 Minuten backen. Sollte das Bretzeli zu dunkel werden, die Temperatur etwas zurückstellen. Die noch weichen Bretzeli sofort mit dem Cornet-Former zu einem Cornet formen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

4

Die Glacékugeln im Cornet servieren oder einfach aus einem Schüsselchen löffeln. Wer möchte, garniert das Glacé noch mit zusätzlichen Nusstorten-Krümel und flüssigem Honig. Ich habe noch einige Blüten darüber gestreut.

Tipp: Das Glacé kann in einer Gratinform oder in einem Tupper im Tiefkühler ohne weiteres einige Monate aufbewahrt werden.

 

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